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Polen im 20. Jahrhundert: Geschichte und Politik
[Polska w 20 wieku: historia i polityka]

        Prezentowana poni¿ej skrócona historia Polski w XX wieku mo¿e s³u¿yæ jako materia³ pogl±dowy osobom, które chcia³yby zaspokoiæ ciekawo¶æ swoich znajomych  z Niemiec, dopytuj±cych siê o nasz± historiê, tradycjê, aktualn± sytuacjê polityczn± itp. Chêtnie by¶my im wtedy wszystko wyt³umaczyli, ale ... brakuje s³ownictwa, pojêæ i mo¿e trochê wiedzy. Tê tabelê mo¿na traktowaæ jako ¶ci±gê w takich w³a¶nie rozmowach.
        Poni¿sze zestawienie zosta³o opublikowane w periodyku "Pfeil", który wydawany jest przez organizacjê "DJO - Deutsche Jugend in Europa".


        Die Geschichte Polens ist gekennzeichnet von ihrem Schwierigen Verhältnis zu beiden Nachbarländern, die das Land viermal untereinander aufteilten und das Bestreben der Polen, einen selbstständigen Staat zu erreichen, blutig verhinderten.
        Dieses Verhältnis zwischen den Ländern entspricht jedoch nicht unmittelbar dem Verhältnis zwischen den Menschen dieser Region, die jahrhundertelang friedlich miteinander lebten, und zwar recht unabhängig von der Frage, ob sie sich nun als Polen oder Deutsche verstanden. Für einen Überblick über die aus polnischer Sicht leidvollste Phase der deutsch-polnischen Nachbarschaft - das 20. Jahrhundert - dokumentieren wir hier eine kurze Darstellung der Geschichte Polens seit 1914. Wer als Deutscher in Polen reist, sollte sich dieser geschichtlichen Vorgänge einigermaßen bewußt sein, die Polen kennen sie in jedem Falle. 
1914
Im I. Weltkrieg müssen viele Polen in den Armeen der Teilungsmächte gegeneinander kämpfen.
1916
Deutschland und Österreich proklamieren die Wiedererrichtung des Königreiches Polen.
1918
Präsident der USA, Wilson, verkündet seine "Vierzehn Punkte". Unter Punkt 13 wird die Errichtung eines unabhängigen Staates Polen auf ethnischer Basis angekündigt. Nach der Niedrelage der Mittelmächte wird die Unabhängige Polens proklamiert. Staatschef wird Józef Pi³sudski.
1920
Die polnische Armee stößt im Krieg gegen die Sowjetunion bis nach Kiew vor. Die sowjetische Gegenoffensive führt die Rote Armee bis vor Warschau. Die polnische Armee kann diesen Angriff abwehren ("Das Wunder an der Weichsel"). Die "Freie Stadt Danzig" wird, wie in Versailles beschlossen, proklamiert. 
1920/21
In Oberschlesien, Ost- und Westpreußen finden Abstimmungen statt, die Mehrheit der Bevölkerung spricht sich für einen Anschluß an Deutschland aus. 
1921
Die "Große Verfassung" wird angenommen. Durch den Friedensvertrag mit Rußland und die Festlegung der polnischen westgrenze, 200 km östlich der sog. "Curzon-Linie", wird Polen zum Vielvölkerstaat, in dem Ukrainer, Juden, Weißrussen, Deutsche, Russen, Litauer, u.a. leben. 
1926
Nach zahlreichen, schnell wechselnden Regierungen, kommt Pi³sudski im Mai durch einen Staaststreich an die Macht. Pi³sudski schlägt einen autoritären Regierungskurs ein. 
1932
Nichtangriffsvertrag mit der UdSSR.
1934
Deutsch-polnischer Nichtangriffsvertrag. 
1935
Die autoritäre "Aprilverfassung" tritt in Kraft, die dem Präsidenten weitgehende Rechte, wie die Ernennung und Absetzung der Regiereung, einräumt. Pi³sudski stirbt. 
1939
Beistanderklärung Englands für Polen. Hitler-Stalin-Pakt mit geheimem Zusatzprotokoll, in dem die Aufteilung Polens geplant wird. Deutscher Überfall auf Polen. Die sowjetische Armee marschiert in Ostpolen ein. Nach der Kapitulation der polnischen Armee wird General Sikorski Chef der Exilregierung. In den folgenden Jahren der deutschen Okkupation Polens ermorden die Nazionalsozialisten Millionen von Menschen, Juden und Polen (ca. 25% der Bevölkerung Polens). Die Intelligenz und der Klerus sind am Anfang besonders von den Vernichtungsmaßnahmen betroffen. Rund 1,5 Millionen Polen werden als Zwangsarbeiter nach Deutschand verschleppt. 
1942
Im Untergrund formieren sich Widerstandsgruppen: die "Heimatarmee" (Armia Krajowa), die die Londoner Exilregierung unterstützt, sowie eine militarische Einheit der Kommunistischen Polnischen Arbeiterpartei (PPR).
1943
Die Nazis entdecken in Katyñ ein Massengrab von über 4 000 polnischen Offizieren, die 1940 vom sowjetischen Geheimdienst NKWD ermordet wurden. Die Affäre führt zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und der polnischen Exilregierung in London. Aufstand der noch nicht ins KZ verschleppten Bewohner des Warschauer Ghettos, wird nach vierwöchigem Widerstand niedergeschlagen. General Sikorski verunglückt bei Gibraltar tödlich. 
1944
Boles³aw Bierut wird Vorsitzender des "Landesnationalrats" (KRN) in Warschau. In Abgrenzung zur Londoner Exilregierung formiert sich das "Lubliner Komitee". Die "Heimatarmee" organisiert unter Bór-Komorowski den Warschauer Aufstand. Er wird unter schrecklichen Verlusten auf polnischer Seite von den Deutschen niedergeschlagen. Warschau wird dabei fast völlig zerstört. Die sowjetische Armee sieht tatenlos zu. 
1945
Das Lubliner Komitee übernimmt die provisorische Regierung Polens. Bei den Konferenzen von Ja³ta und Potsdam werden die neuen grenzen Polens verhandelt, die Westverschiebung Polens bedeutet für Millionen von Bewohnern der ehemals deutschen Ostgebiete Flucht und Vertreibung aus ihrer Heimat. Aber auch viele Polen aus dem Osten des Landes, der fortan zur Sowjetunion gehört, müssen ihre Heimat verlassen. 
1947
Bei den Wahlen zum Sejm erreicht der "Demokratische Block" (Sozialisten und Kommunisten) offiziell 80% der Stimmen. Boles³aw Bierut wird Staatsratvorsitzenser. Der Oppositionsführer Miko³ajczyk flieht ins Ausland.
1948
Die "Heimatkommunisten" um W³adys³aw Gomu³ka werden ausgeschaltet, die PPR mit der PPS zur PZPR (Vereinigte Polnische Arbeiterpartei) fusioniert. Beginn der "Sowjetisierung" Polens im stalinistischen Sinne. 
1950
In Görlitz erkennt die DDR die Oder-Neiße-Linie im Freundschaftsvertrag  mit Polen als "Friedensgrenze".
1952
Eine neue Verfassung wird angenommen. Polen nennt sich "Volksrepublik".
1953
Der kommunistische Staat sagt der katholischen Kirche den Kampf an: Der Primas Kardinal Stefan Wyszyñski wird verhaftet. 
1955
Gründung des Warschauer Pakts in der polnischen Hauptstadt. 
1956
Boles³aw Bierut stirbt in Moskau. W³adys³aw Gomu³ka wird aus der Haft entlassen, rehabilitiert und noch im gleichen Jahr erster Sekretär der PZPR. In Posen (Poznañ) kommt es zu einem Arbeitsaufstand, der blutig niedergeschlagen wird. Kardinal Wyszyñski wird freigelassen. Mit dem "polnischen Weg zum Sozialismus" schlägt Gomu³ka einen Reformkurs ein. 
1965
Briefwechsel zwischen den polnischen und deutschen Bischöfen anläßlich des Milleniums der polnischen Kirche 1966. 
1968
An der Warschauer Universität kommt es zu Studentenunruhen. Nach dem Sechs-Tage-Krieg inszeniert die Partei eine antisemitische Kampagne, die als "antizionistisch" und "antiimperialistisch" ausgegeben wird. Beinahe die Hälfte der in Polen lebenden Juden verläßt das Land noch im gleichen Jahr.
1970
Polen und die Bundesrepublik schließen einen "Vertrag über die Grundlagen der Normalisierung", in dem beide Seiten versichern, keinerlei Gebietsansprüche zu erheben. Gomu³ka muß zwei Wochen später von allen Ämtern zurücktreten, nachdem Preierhöhungen für Lebensmittel zu Steriks und Unruhen in Danzig (Gdañsk) geführt haben (offiziell 49 Tote, über 1000 Verletzte). Edward Gierek wird Gomu³kas Nachfolger.
1976
Preierhöhungen lösen Unruhen im Warschauer Traktorenwerk "Ursus" und im Radom aus. Führende Intellektuelle gründen das "Komitee zur Verteidigung der Arbeiter" (KOR).
1978
Der Krakauer Erzbischof Karol Wojty³a wird zum Papst gewählt und nennt sich Johannes Paul II. 
1980
Nach Preiserhöhungen beginnen Steriks im ganzen Land. Am 14.08. wird die unabhängige Gewerkschaft "Solidarno¶æ" (Solidarität) von den Arbeitern der Danziger Lenin-Werft ausgerufen. Die Forderungen der Streikenden, u.a. nach Zulassung unabhängiger Gewerkschaften, werden von Regierungsvertretern akzeptiert. Am 17.09. wird der unabhängige Gewerkschaftsverband "Solidarno¶æ" gegründet. Der Oberste Gerichtshof erkennt die Gründung an. Damit ist die Gewerkschaftstätigkeit legal. An der Danziger Lenin-Werft wird ein Denkmal für die Opfer der Arbeiterunruhen von 1970 enthüllt. Der neue Ministerpräsident, General Jaruzelski, ruft am 13.12. den Kriegszustand aus, die Regierung wird von einem "Militärrat der nationalen Rettung" übernommen. Gewerkschaftler und Oppositionelle werden verhaftet, die Bürgerrechte eingeschränkt. Die "Solidarno¶æ" arbeitet in der Folgezeit im Untergrund weiter.
1983
Das Kriegsrecht wird offiziell aufgehoben, eine Anzahl von politischen Häftlingen amnestiert. Lech Wa³êsa erhält den Friedensnobelpreis. 
1984
Im Juli werden die meisten politischen Häftlinge amnestiert. Jerzy Popie³uszko, ein katholischer Priester aus Warschau, wird von Staatssicherheitsbeamten ermordet.
1988
In verschiedenen Teilen des Landes beginnt eine neue Streikwelle. 
1989
Am "Runden Tisch" verhandeln Verterter von Regierung und Opposition über Gesetzformen und die Wiederzulassung der "Solidarno¶æ" (Februar-April). Die Zensur wird abgeschafft. Für die Sejmwahlen sichern sich die Kommunisten im voraus 65% der Sitze. Bei den bereits völlig freien Wahlen zur neu errichteten zweiten Kammer, dem Senat, erhalten die "Solidarno¶æ"-Vertreter 99% der Sitze. Jaruzelski wird zum ersten Staatspräsidenten gewählt, Tadeusz Mazowiecki zum Ministerpräsidenten, dem ersten nichtkommunistischen seit dem II. Weltkrieg. In seinem Kabinett arbeiten ehemalige Oppositionelle mit Parteilosen und Kommunisten zusammen. Der Staat ändert seinen Namen in "Republik Polen".
1990
Mit seinem stengen Wirtschaftskurs beginnt Wirtschaftsminister Leszek Balcerowicz die Umstellung auf die Marktwirtschaft. Die Schocktherapie mit einer Hyperinflation bringt den Polen viele Entbehrungen, die Freigabe der Wechselkurse bremst aber die Inflation, setzt den Schwarzmarkt außer Kraft und bringt Waren in die polnischen Läden. Im Mai finden Kommunalwahlen statt. General Jaruzelski tritt zurück und wird von Lech Wa³êsa abgelöst. 
1991
Polen und die Bundesrepublik schließen einen Freundschaftsvertrag, in dem das wiedervereinigte Deutschland endgültig die polnische Westgrenze anerkennt. Bei den ersten völlig freien Wahlen zum Sejm seit über 50 Jahren liegt die Wahlbeteiligung bei unter 50%. 19 Parteien kommen ins Parlament. 

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